Social VR Plattformen als Veranstaltungsort

Ein Gastbeitrag von Jan Fiedler

In Zeiten einer Pandemie ist es für Musiker schwer bis unmöglich, Konzerte vor Live-Publikum zu geben. Virtuelle Plattformen, die 3D Welten mit Avataren für sozialen Austausch ohne Kontakt in der realen Welt anbieten, können da eine Alternative sein.Es muss dabei nicht immer gleich so groß sein wie das Konzert von Travis Scott im Spiel „Fortnite“, das 27 Millionen Zuschauer aus der ganzen Welt hatte oder Lindsey Stirlings Konzert in der Plattform „Wave“, die mithilfe von Motion Capturing jede Ihrer Bewegungen auf einen Avatar, der nach ihren Wünschen gestaltet worden war, übertrug. Oder wie in der 3D Welt „Sansar“, die im Juli gleich ein ganzes Festival abhalten wird.

Auftritt von Travis Scott im Spiel Fortnite

Konzert von Lindsey Stirling auf der Plattform Wave

Andere Plattformen wie AltspaceVR (https://altvr.com) oder RecRoom (https://recroom.com) können von jedermann für virtuelle Veranstaltungen genutzt werden. Als Nutzer hat man die Möglichkeit, seinen Avatar selber bis zu einem gewissen Grad anzupassen und eigene Räume anzulegen, die man mit vorgefertigten oder selber erzeugten Gegenständen füllen kann. Den Zugang zu den eigenen Räumen kann man per optionalem Passwort oder über Freundeslisten regeln und so z.B. auch Tickets für die eigene Veranstaltung vorab verkaufen.Zuschauer können per PC, per Smartphone oder mit VR Brillen teilnehmen. Für die Künstler/Veranstalter, die auftreten, macht es am meisten Sinn, sich mit einer VR Brille hinzuwählen, da über die Controller, die man in den Händen hält, auch Gesten auf den Avatar übertragen werden und so die Bewegungen des eigenen Avatars realistischer wirken.Solange Kulturveranstaltungen noch weiter unter Corona-Einschränkungen können Social VR Plattformen also eine gute Alternative bieten, die mehr Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Publikum bieten als reine Livestreams. Jetzt ist die Zeit, diese neuen Möglichkeiten auszurpobieren und zu nutzen!

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